für eine Zukunft ohne CO₂-Ausstoß

Manch einer fragt uns, wie wir auf unsere Zahlen kommen. Hier der Versuch, den Sachverhalt zu erläutern.
Kapitel 1 befasst sich mit Klimawandel, CO₂-Ausstoß und dem Ansatz der Bundesregierung.
Kapitel 2 befasst sich mit der Berechnung des Energieverbrauchs vor Ort.
Kapitel 3 erläutert, warum sich Birne Bayern auf Solarparks spezialisiert hat.

Kapitel 1: Klimawandel / CO₂-Ausstoß / Ansatz der Bundesregierung

Der Klimawandel findet statt.

Reduziert man den Klimawandel auf den Anstieg der Temperatur, so lässt sich bereits heute ein Anstieg der Temperaturen betrachten.

Abb. 1:  Abweichung der Temperatur vom Mittel, hier dargestellt für Bayern. Quelle: www.showyourstripes.info

Erderwärmung - www.showyourstripes.info

Von links nach rechts sind die unterschiedlichen Jahre dargestellt. In Abb. 1 die Abweichung der Temperatur vom Mittel dargestellt.

Es ist leicht zu erkennen, dass vor ca. 100 Jahren die Jahrestemperatur niedriger war (links, blaue Streifen), als der Durchschnitt (farblose Steifen). Von besonderer Bedeutung ist, dass in den letzten Jahren die Jahrestemperatur höher war (rechts, rote Streifen), als der Durchschnitt (farblose Steifen).

Die Wissenschaft hat seit längerem herausgefunden, dass der Anstieg der Temperatur auf den Anstieg des CO₂-Gehalts (CO₂ = Kohlenstoffdioxid) in der Luft zurückzuführen ist.


CO₂-Gehalt der Luft

Betrachtet man den CO₂-Gehalt der Luft, so ist ein kontinuierlicher Anstieg erkennbar (in der untenstehenden Grafik in orange dargestellt).

Abb. 2: Jährlicher Ausstoß an Treibhausgasen.

Quelle: www.dw.com

Um die Erwärmung der Erde auf ca. 2,0° zu begrenzen, ist eine Reduzierung des CO₂-Ausstoßes notwendig (blaue Linie in Abb. 2). Sofern es nicht zu einer Reduzierung des CO₂-Ausstoßes kommt, wird es zu einer verstärkten Erwärmung kommen (rote Linie in Abb. 2).


Bundesregierung: Bepreisung von CO₂-Ausstoß

Es stellt sich die Frage, wie zukünftig der jährliche CO₂-Ausstoß reduziert werden kann.

Im Jahr 2019 hat die Bundesregierung mit dem „Klimaschutzprogramm 2030“ kundgetan, den CO₂-Ausstoß zukünftig mit einem Preis zu versehen. (Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/klimaschutzprogramm-2030-1673578).

Beginnend mit dem Jahr 2021 ist mit dem Ausstoß von 1 Tonne CO₂ ein Preis von 25 €/Tonne verbunden. Dieser Preis wird über die kommenden Jahre kontinuierlich gesteigert.

Es ist somit gewollt, die Menschen durch eine Verteuerung des CO₂-Ausstoßes davon abzubringen, CO₂ auszustoßen.


Bayrischen Staatsregierung: Bayerische Klimaschutzziele bis 2050

Die Bayrische Staatsregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Emissionen mit 2050 um 80% bis 95% zu reduzieren (Quelle: https://www.nachhaltigkeit.bayern.de/strategie/klimawandel/index.htm).

Rechnet man dies auf eine jährliche Reduktion um, so entspricht dies einer jährlichen Verminderung des CO₂-Ausstoßes von 2,92%. (Der Mittelwert von 80% und 95% ist 87,5%. Bis 2050 sind es 30 Jahre. 87,5% dividiert durch 30 = 2,92%). Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es hier und im Folgenden nicht auf die Exaktheit eines Wertes ankommt, sondern es sich vielmehr um eine Überschlagsrechnung handelt, welche nicht grob falsch sein darf.

Die gesellschaftliche Aufgabe besteht somit darin, den CO₂-Ausstoß zukünftig jährlich um ca. 2,92% zu senken.

Im ersten Kapitel haben wir versucht, das „Große Bild“ zu zeichnen, um die Größe und Bedeutung der anstehenden Aufgabe zu skizzieren.

Im zweiten Kapitel wird diese übergeordnete Sicht auf die lokale Ebene heruntergebrochen, damit man sich die Frage beantworten kann: „wie viel Energie bedeuten diese 2,92% hier für meinen Ort“.


Kapitel 2: Energieverbrauch vor Ort

In diesem Kapitel wird erläutert, wie man anhand weniger Quellen eine Aussage über den Energieverbrauch vor Ort kommen kann.

Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß hängen zusammen

Wer doppelt so viel Energie verbraucht, setzt doppelt so viel CO₂ frei. Der Energieverbrauch entspricht somit dem CO₂-Ausstoß. (Diese Vereinfachung soll hier grundsätzlich zulässig sein, zumal sie für die Vergangenheit und die Gegenwart zutreffend ist). Es ist somit zulässig, von Energieverbrauch zu sprechen, auch wenn damit eigentlich CO₂ gemeint ist.


Energieverbrauch nach Sektoren

Energie wird in unterschiedlichen, sogenannten Sektoren verbraucht. Übliche Sektoren heißen Verkehr, Industrie, Haushalte und „Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“. Das Umweltbundesamt macht über die prozentuale Verteilung zwischen den Sektoren folgende Angaben (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren):

Abb. 3: Energieverbrauch in Sektoren

Quelle: Umweltbundesamt

Verkehr ca. 30%

Industrie ca. 30%

Haushalte „Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“. ca. 40%

Das Verhältnis zwischen diesen drei Bestandteilen wird im Folgenden für eine Berechnung benötigt.


Energieatlas Bayern, Energieverbrauch vor Ort

Mit dem „Energieatlas Bayern“ steht eine Quelle zur Verfügung, anhand derer u.a. der reale Energieverbrauch (Strom und Wärme) auf Ebene der Postleitzahlen zur Verfügung steht (Quelle: https://www.energieatlas.bayern.de/). Möglich wird dies durch das Zusammenführen einer Vielzahl an Informationen. Der Energieatlas ist ein wirklich gutes Beispiel, wie aussagekräftig eine sogenannte „Big-Data-Analyse“ sein kann.

Sucht man im Energieatlas z.B. für den „Markt Diessen am Ammersee“ den Verbrauch an Strom und Wärme für die beiden Sektoren Haushalte und „Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“, so ist das Ergebnis 154.211 MWh/a (MWh/a = Megawattstunde pro Jahr = Energieeinheiten pro Jahr).

Über den Energieverbrauch des Verkehrs und der Industrie macht der Energieatlas keine Aussagen. Hier muss man sich der Angaben des Umweltbundesamtes behelfen.

Über die oben genannten Sektoren lässt sich die Höhe des Energieverbrauchs des Verkehrs aus dem Energieverbrauch für „Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“ berechnen. Der Energieverbrauch für Verkehr beträgt für Dießen 115.658 MWh/a (= 154.211 / 40% * 30%).

Im Ort Dießen ist keine Industrie ansässig (so, wie in vielen anderen bayrischen Orten auch). Dem folgend ist der Energieverbrauch für Industrie mit 0 MWh/a anzusetzen.

Die Summe des Energieverbrauchs aller Sektoren in Dießen am Ammersee beträgt somit 269.869 MWh/a (= 154.211 MWh/a für Strom und Wärme + 115.658 MWh/a für Verkehr + 0 MWh/a für Industrie).


Erforderliche Verringerung des CO₂-Ausstoßes vor Ort, pro Jahr

Wie im Abschnitt „Bayrischen Staatsregierung: Bayerische Klimaschutzziele bis 2050“ aufgeführt, ist der jährliche CO₂-Ausstoß (=Energieverbrauch) um 2,92% zu verringern.

Für den Ort Dießen am Ammersee entspricht dies 7.871 MWh/a (= 2,92% * 269.869 MWh/a).


Aufteilung in 50% Reduktion und 50% Substitution

Um den CO₂-Ausstoß zu verringern, bestehen laut Bundesregierung (Quelle:  https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/energieeffizienz.html) zwei Möglichkeiten:

  • entweder man verbraucht weniger („Reduktion“)
  • oder man erzeugt die verbrauchte Energie mit Erneuerbaren Energien („Substitution“)

Gemäß Bundesregierung sollen zukünftig 50% durch Reduktion und 50% durch Substitution erreicht werden.

Für den Ort Dießen bedeutet dies für Reduktion 3.936 MWh/a (= 50% von 7.871 MWh/a) und für Substitution ebenfalls 3.936 MWh/a (= 50% von 7.871 MWh/a).


Zukünftige "Aufgabe" für den Ort Dießen am Ammersee

Einige der oben genannten Quellen stellen auf das Jahr 2050 ab. 2050 liegt von heute ca. 30 Jahre in der Zukunft.

Die „Aufgabe“ für die kommenden 30 Jahre lässt sich somit für den Ort Dießen wie folgt darstellen, wobei hier der „CO₂-Ausstoß“ vereinfachender Weise nicht um „80% bis 95%“ reduziert wird, sondern um 100%:

Abb. 4: Energie einsparen und erzeugen

Quelle: Birne Bayern GmbH

Die Aufgabe besteht somit darin, jedes Jahr Projekte zu bauen, die zusätzlich eine gewisse Energiemenge pro Jahr regenerativ produzieren.

Die exakte Rechnung gibt für die Energiemenge den Wert von 3.936 MWh/a aus, die in Abb. 4 vereinfachte Darstellung kommt auf 4.266 MWh/a.

Nach unserem Dafürhalten ist also eine Energiemenge von ca. 4.000 MWh/a ein guter Anhaltswert für Dießen am Ammerssee.


Kapitel 3: Ansatz der Birne Bayern GmbH

Wir haben uns darauf spezialisiert, Energie mit Erneuerbaren Energien zu erzeugen.

Die Birne Bayern GmbH möchte auf diese Weise ihren Beitrag für eine Zukunft ohne CO₂-Ausstoß leisten.

Solarparks

Nach unserem Dafürhalten wird sich Photovoltaik durchsetzen. Unter anderem, weil die Technik mittlerweile ausgereift ist. Das Spektrum der in Frage kommenden Techniken lässt sich in aller Kürze wie folgt skizzieren

Abb. 5: Techniken

Quelle: Birne Bayern GmbH

Nach unserem Dafürhalten sind Solarparks in Bayern ein wichtiger Beitrag für eine Zukunft ohne CO₂-Ausstoß. Sicherlich haben andere Techniken ebenfalls ihre Berechtigung.

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